Studium Tiermedizin – Die Praxisphase

Das Studium der Tiermedizin ist ziemlich komplex. In einem umfangreichen Theorieteil werden den angehenden Tierärzten die grundlegenden Kenntnisse in verschiedenen Teilbereichen, wie beispielsweise Chirurgie und Anästhesiologie, Pharmakologie und Toxikologie sowie Tierhaltung und Tierhygiene. Begleitend dazu sind auch verschiedene Praktika obligatorischer Bestandteil der tierärztlichen Ausbildung.

Während des Tiermedizin-Studiums werden die praktischen Fähigkeiten
Während des Tiermedizin-Studiums werden die praktischen Fähigkeiten - © michpowell by stock.xchng

Beim Tiermedizin-Studium sind Praktika Voraussetzung für die Zulassung zur tierärztlichen Prüfung und dienen dazu, die Studenten auf ihre Berufstätigkeit als Tierarzt vorzubereiten. Welche Praktika im Verlaufe des Studiums abzuleisten sind, ist im dritten Abschnitt der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) genau geregelt. Für die einzelnen Praxisphasen ist jeweils eine bestimmte Mindeststundenzahl sowie eine Mindestwochenzahl vorgeschrieben, die beide erfüllt werden müssen. Dabei ist es nicht unüblich, dass beiden Werte aufgrund der tatsächlichen Arbeitsstunden pro Tag sowie den Arbeitstagen pro Woche, nicht zeitgleich erreicht werden.

Studium Tiermedizin – Von der Tierklinik bis zum Schlachthof

Die erste Praxisphase steht im Rahmen des Vorphysikums nach dem ersten Semester an. Dabei sind 70 Stunden/ 2 Wochen im Bereich der Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung abzuleisten. Das nächste Praktikum können die Studenten der Tiermedizin frühestens nach Bestehen der tierärztlichen Vorprüfung Ende des fünften Semesters beginnen. In einer kurativen Praxis oder Tierklinik bekommen die Studenten im Verlauf von 4 Wochen/150 Arbeitsstunden einen ersten Einblick in das spätere Arbeitsfeld.

Die weiteren Praktika werden in der Regel während des sogenannten praktischen Jahres im neunten und zehnten Semester durchgeführt. Zwei Wochen/75 Stunden sind für Kontrolltätigkeiten, -methoden und -techniken im Bereich Lebensmittel vorgesehen. Diese können zum Beispiel bei einer Einrichtung absolviert werden, die für Lebensmitteluntersuchungen zuständig ist. Weitere 75 Stunden/zwei Wochen sind für den Einsatz im öffentlichen Veterinärwesen eingeplant und dienen dazu die Tiermedizin-Studenten im Bereich der Veterinärverwaltung zu schulen.

Auch in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung werden die Studenten praktisch ausgebildet. In diesem Bereich müssen 100 Stunden/3 Wochen abgeleistet werden, wobei darauf zu achten ist, dass sowohl die Schlachtung von Schweinen als auch Rindern einbezogen wird. Mit 700 Stunden/16 Wochen stellt die zweite Praxisphase in einer kurativen Praxis oder Tierklinik den größten Block dar und dient dazu, die Studenten in allen Gebieten des betreffenden tierärztlichen Tätigkeitsfeldes umfassend praktisch auszubilden.

Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

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