Perspektiven für angehende Tierärzte – Branchenreport

Nach einem abgeschlossenen Studium der Tiermedizin haben junge Veterinäre verschiedene Betätigungsfelder zur Auswahl. Neben dem klassischen Tierarzt, der eine eigene Praxis betreibt und sich oftmals auf bestimmte Haustiere spezialisiert hat, können Tierärzte beispielsweise auch in Zoos, Forschungsinstituten sowie beim Veterinäramt oder Verbraucherschutzministerien arbeiten.

Entsprechend einer Statistik der Bundestierärztekammer aus dem Jahr 2009 waren im Dezember dieses Jahres deutschlandweit insgesamt 35.780 Tierärzte registriert. Etwas mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Diese Quote wird jedoch vermutlich in den nächsten Jahren weiter ansteigen, da der Anteil weiblicher Studenten in den letzten fünf Jahren durchschnittlich bei etwa 70 Prozent lag.

Zur Gesamtheit der registrierten Tierärzte gehören auch 10.367 Veterinäre, die derzeit nicht oder nicht mehr tierärztlich tätig sind. Dazu zählen sowohl arbeitslose und berufsfremd tätige Tierärzte als auch Doktoranden und Hospitanten ohne Entgelt sowie Tierärzte im Ruhestand oder in Elternzeit.

Praktizierende Tierärzte bilden die größte Gruppe der Veterinäre

Die meisten Veterinäre gibt es in Bayern (6.847) und Niedersachsen (5.12.1). Eine Ursache dafür liegt sicherlich darin, dass deren Landeshauptstädte München und Hannover eine Hochschule besitzen, an denen ein Studium der Tiermedizin möglich ist. In diesen beiden Bundesländern existieren auch die meisten Tierarztpraxen. Die meisten Tierkliniken gibt es jedoch in Baden-Württemberg.

Die Perspektiven für junge Tierärzte sind dabei recht unterschiedlich. Da sich viele auf den Bereich der Kleintiere spezialisieren, herrscht hier vor allem in den Ballungsräumen oft ein Überangebot. Dies wird auch durch die Statistik der Bundestierärztekammer verdeutlicht, die belegt, dass die praktizierenden Tierärzte mit 46 Prozent aller registrierten Veterinäre, die größte Gruppe bilden. Anders sieht es in den Bereich Forschung, Industrie und Veterinärverwaltung aus, wo es teilweise zu Engpässen kommt. Dabei bieten sich auch hier zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise bei der Tierseuchenbekämpfung, der Fleisch- und Lebensmittelhygiene oder der Erforschung von Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind.

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