Hundehaftpflichtversicherung – Schutz für den Hundebesitzer

Auch wenn eine Haftpflichtversicherung in Deutschland in den meisten Fällen entgegen des Namens keine Pflicht, sondern eine freiwillig abgeschlossene Versicherung ist, haben die meisten Menschen verschiedene Haftpflichtversicherungen. Hierbei handelt es sich um einen Versicherungsvertrag, bei dem sich der Versicherungsnehmer gegen Vermögensnachteile, die durch Schadensersatzansprüche ihm gegenüber entstehen, absichert. Bekannte Formen sind die Privathaftpflichtversicherung (freiwillig) und die Kfz-Haftpflichtversicherung (Pflicht).

Hundehaftpflichtversicherung in einigen Bundesländern bereits vorgeschrieben

Eine Hundehaftpflichtversicherung vor Ansprüchen, wenn der Hund einen Schaden verursacht
Eine Hundehaftpflichtversicherung vor Ansprüchen, wenn der Hund einen Schaden verursacht – © Oliver Haja by pixelio.de

Auch für Tierhalter gibt es eine spezielle Haftpflichtversicherung. Diese schützt die Tierbesitzer vor Schadensersatzansprüchen Dritter, falls sein Tier einen Schaden verursacht hat. Die Anspruchsgrundlage bildet in diesem Fall § 833 BGB, welcher beinhaltet, dass ein Tierhalter für die Schäden, die sein Tier anrichtet, haftbar gemacht werden kann. Im Gegensatz zu kleinen Haustieren, die durch die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt sind, ist eine Tierhaftpflichtversicherung vor allem für Besitzer größerer Tiere, wie Pferde oder Hunde zu empfehlen.

Während eine Schornsteinabdeckung gegen das Nisten von Dohlen bei Kleintieren ausreichend sein kann, können größere Tiere auch größeren Schaden anrichten.

Die Bestimmungen über eine vorgeschriebene Hundehaftpflichtversicherung sind in den einzelnen Landeshundegesetzen geregelt. Bisher ist eine generelle Hundehaftpflichtversicherung nur in den Bundesländern Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt Pflicht. In den übrigen Bundesländern gibt es gesonderte größen- und rassenabhängige Bestimmungen.

Hundehaftpflichtversicherung sollte Personen-, Sach- und Mietschäden abdecken

Die Hundehaftpflichtversicherung kommt vor allem dann zum Tragen, wenn das Tier beispielsweise einen Menschen gebissen hat. In diesen Fällen wird von einem sogenannten Personenschaden gesprochen. Die Hundehaftpflichtversicherung kommt hierbei für die Behandlungskosten auf und auch für mögliche Folgeschäden, wie zum Beispiel einen Verdienstausfall. Ebenso deckt die Versicherung auch Sachschäden ab. Eingeschlossen sind hierin unter anderem Schäden, die bei einem Verkehrsunfall, der durch den Hund ausgelöst wird, entstehen oder auch zerbissene Gegenstände. Wer eine Hundehaftpflichtversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass auch Mietschäden davon abgedeckt werden. So ist man abgesichert, wenn der Hund in der Wohnung oder auch im Hotelzimmer im Urlaub einen Schaden verursacht. Um herauszufinden, welcher Anbieter der Richtige ist, sehen Sie sich verschiedene Möglichkeiten der Absicherung für den Hund im Vergleich an.

Die Hundehaftpflichtversicherung gilt weltweit. In Europa ist sie in den meisten Fällen oft zeitlich unbeschränkt gültig, außerhalb Europas mindestens zwei Monate. Am besten ist es, eine Hundehaftpflicht kombiniert mit einer Hundekrankenversicherung abzuschließen. So ist man einerseits bei Schäden, die der Hund verursacht geschützt, aber auch bei Verletzungen oder Krankheit des Tieres.

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